Mai
05
2009
0

Solaris patchen mit Live Upgrade und PCA

In Verbindung mit ZFS kommt das Solaris Feature Live Upgrade so richtig zur geltung. Neben dem regulären update der Solaris Version ist es auch möglich, Patches zu installieren. Auch hier ist es möglich, PCA zu benutzen.

Wie üblich, müssen die Patches zuerst mit PCA runter geladen werden:

# pca -y -d -a -t 4

Da die Patches nicht mit pca selber installiert werden, müssen die Patches zuerst entpackt werden:

# for i in *.zip ; do unzip -q $i ; done

Danach muss mit pca ein Patch Order File erstellt werden, damit die Patches in der richtigen Reihenfolge installiert werden.

# pca --noheader --format '%p-%c' > patch-order

Im nächsten Schritt muss ein neues Boot Environment erstellt werden:

# lucreate -n s10xu7p1

Falls das aktuelle Boot Environment noch keinen Namen hat, muss diesem noch ein Namen zugeteilt werden:

# lucreate -c s10xu7 -n s10xu7p1

Die Patches können mit luupgrade installiert werden. Die Option -s gibt den Pfad zu den extrahierten Patches an.

# luupgrade -n s10xu7p1 -t -s . `cat patch-order`

So bald die Installation der Patches fertig ist, muss das neue Boot Environment aktiviert werden und das System neu gestartet werden.

# luactivate s10xu7p1
# init 6

Nach dem Booten des System kann das alte Boot Environment gelöscht werden.

# ludelete s10xu7
Written by ihsan in: Allgemein |
Mai
04
2009
0

SELECT * FROM SUN

Letzte Woche wurde bekannt, dass Oracle Sun übernehmen werde. Diese Meldung kam doch sehr überraschend, da niemand damit gerechnet hat. Durch den Abbruch der Gespräche mit IBM hatte man erwartet, dass diese wieder aufgenommen werden könnten.

oracle_solaris

Was bedeutet die Übernahme von Sun durch Oracle? Das ist eine der Fragen, welche die IT Industrie in den vergangenen Wochen beschäftig hat, welche insbesondere dadurch gestärkt wurde, da Oracle keine Pläne zu dieser Übernahme präsentiert hat. Es stellt sich natürlich die Frage, ob diese Übernahme geplant war oder nicht. Falls sie geplant war, dann rückt das die Gespräche mit IBM in ein ganz anderes Licht, da diese dann nur noch ein Teil des Spiels war.

Erstaunt hat mich, dass viele Leute, insbesondere aus der Linux Ecke, gefragt haben, was jetzt mit OpenOffice und MySQL passiert. Meines Erachtens ist diese Frage bei diesen beiden Produkten gar nicht Relevant, da diese Frage sich selber beantwortet, wenn man die Verbreitung und die Lizenz dieser Produkte anschaut. Mir scheint es, dass hier einige OSS Evangelisten nicht ganz begriffen haben, wie das mit OSS genau funktioniert.

Viel interessanter dürfte hingegen sein, was mit dem ganzen Hardware- und Softwareportfolio passieren wird. Oracle hat letzte Woche ein halbherziges commitment gemacht, dass Oracle die Sparc CPU weiterführen möchte. Das ist natürlich schon mal etwas, ich habe mir allerdings sagen lassen, dass Sun in Sachen Sun vertraglich geregelte Verpflichtungen mit anderen Firmen hat.

Auch Solaris dürfte nicht zum Opfer fallen. Zum einen hat Oracle jetzt das Unix in der Hand, welches im Server bereich am weitesten verbreitet ist. Ausserdem ist Solaris unter der CDDL Lizenz OSS und wird auch Solaris kein Opfer werden.

Produkte aus der JES Palette dürften eher die fraglichen Produkte sein. Oracle hat hier einige Produkte in doppelter und teilweise auch dreifacher ausführung (App Server). Die Tatsache, dass Sun in letzter Zeit Produkte aus diesem Bereich unter Open Source gestellt zeigt, dass man bereits wusste bzw. eine Vorahnung hatte. Diese Strategie könnte aber dadurch aufgehen, dass durch die Open Source Lizenz die Verbreitung der einzellnen Produkte gefördert wird und Oracle sich später dann für die Sun Produkte entscheiden wird, während die Produkte von Oracle bzw. Bea eingestellt werden, da es schlicht und einfach keinen Sinn macht Produkte doppelt im Portfolio zu führen.

Was auch interessant sein dürfte, was mit dem Namen “Sun” passiert. Dieser Name ist bereits fest in der IT verankert und stellt sich, berechtigterweise, die Frage, was damit passiert. Da es im Gegensatz zu EMC und VmWare zwischen Oracle und Sun doch einige Überschneidungen gibt, ist es wahrscheinlich, dass der Name Sun längerfristig entweder von der Bildfläche verschwinden wird oder wie StorageTek gehanhabt wird.

Written by ihsan in: Sun Microsystems |
Apr
19
2009
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Postfix 2.5.6 für Solaris & makePostfixPkg 0.3.1

Nach langer Zeit habe ich endlich wieder mal die Postfix Pakete für Solaris aktualisiert. Die mit makePostfixPkg 0.3.1 erzeugten Pakete sollten jetzt endlich “zone safe” sein. Das ist leider bis jetzt nicht zu 100% getestet, deshalb bin ich für Feedback dankbar.

Neu ist auch, dass das File /etc/mail/aliases erstellt wird, sofern dieses nicht vorhanden ist.

Die Pakete sind dazu gedacht, den mit Solaris mitgelieferten Sendmail zu ersetzen und sind unter ihsan.dogan.ch/postfix/ verfügbar.

Written by ihsan in: Solaris |
Mrz
25
2009
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Adobe Reader endlich wieder für Solaris x86 verfügbar

Nach langer langer Zeit hat Adobe jetzt endlich wieder neben der Sparc Version auch eine Version für x86 zur Verfügung. Es stellt sich jetzt aber die Frage, wie lange es eine Sparc Version noch geben wird, da Sun die Produktion von Sparc Workstations eingestellt hat.

Adobe Reader 9.1 unter Solaris 10 x86

Adobe Reader 9.1 unter Solaris 10 x86

Written by ihsan in: Solaris |
Mrz
18
2009
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übernimmt IBM Sun?

Gemäss Zeitungsberichten soll IBM mit Sun Verhandlungen über eine mögliche übernahme verhandeln. Ich hätte erwartet, dasss Sun von Fujitsu übernommen werden würde, da die beiden Untermehmen synergien nutzen könnte. Bei einer Übernahme der Sun durch IBM stellt sich die Frage, in wie weit die Produkte von Sun erhalten bleiben, da IBM einer der grössten Mitbewerber der Sun ist.

Folgende Aussage ist Interessant:
In recent months, Sun has approached a number of large tech companies in the
hopes of being acquired, say people familiar with the matter. The world’s
largest tech company, Hewlett-Packard, declined the offer, says a person
briefed on the matter. A spokesman for Dell Inc., the world’s third-largest
server maker, declined to comment.

Es scheint, dass Sun übernommen werden möchte. Dies wäre ein klarer Wiederspruch zu Scott McNeally’s früheren Aussagen, dass Sun unabhängig bleiben soll. Erstaunlich ist, dass Sun bereits HP und Dell bereits betreffend einer Übernahme angefragt haben soll.

DJ IBM verhandelt mit Sun über Übernahme – WSJ
18.03.09 08:44:00- DJGC

NEW YORK (Dow Jones)–In der Branche der Serverhersteller bahnt sich einem
Zeitungsbericht zufolge eine milliardenschwere Übernahme an. Wie das “Wall
Street Journal” (WSJ) am Mittwoch berichtet, verhandelt die International
Business Machines Corp (IBM) mit dem Wettbewerber Sun Microsystems Inc
über einen Kauf. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit
vertraute Personen.
Es sei momentan noch unklar, ob eine Übernahme zustandekomme, heißt
es im WSJ. Sollte es jedoch zu einer Einigung kommen, dann müsse IBM
mindestens 6,5 Mrd USD in bar zahlen, um Sun zu übernehmen, hätten
die informierten Personen gesagt. Das wäre mehr als das Doppelte des
Schlusskurses von Sun am Dienstag.
Beiden Unternehmen gemeinsam ist der Zeitung zufolge, dass sie Computersysteme
für Firmenkunden herstellen, die nicht auf das Betriebssystem “Windows”
von Microsoft oder Chips von Intel angewiesen sind. IBM und Sun seien zudem
starke Unterstützer von Software mit offenem Quellcode wie Linux und
Java-Internetanwendungen.
In den vergangenen Monaten habe Sun eine Reihe von Technologieunternehmen
angesprochen, ob sie nicht an einer Übernahme interessiert seien, schreibt
das WSJ mit Bezug auf informierte Personen weiter. Die Nummer zwei im
Servermarkt, der kalifornische Hersteller Hewlett-Packard Co (HP), habe
abgelehnt.
Laut einer Analyse der Marktforscher von IDC hatte IBM im Jahr 2008 einen
Marktanteil von 31,4%. HP kam demnach auf einen Anteil von 29,5%, Dell Inc
bediente 11,6%. Sun lag auf dem vierten Rang mit einem Anteil von 10,6%.
Webseiten: http://online.wsj.com

http://www.ibm.com

http://www.sun.com

DJG/DJN/mmr/cbr
Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de
(END) Dow Jones Newswires
March 18, 2009 03:44 ET (07:44 GMT)
Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.

UPDATE:
Heise und Golem berichten mittlerweile auch darüber.

Written by ihsan in: Sun Microsystems |
Mrz
16
2009
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WXGA+ 1440×900 mit Solaris x86

Ich habe heute auf meinem MacBook Pro Solaris 10 Update 6 als virtuelle Maschine innerhalb von VMware Fusion installiert. Da der mit Solaris mitgelieferte X.Org die WXGA+ Aulfösung von 1440×900 Auflösung von Haus aus nicht beherscht, ist in der /etc/x11/xorg.conf unter Section “Monitor” Identifier “vmware” folgender Eintrag notwendig:

ModeLine "1440x900" 100 1440 1500 1600 1700 900 1000 1100 1200
Written by ihsan in: Solaris |
Feb
26
2009
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Feb
25
2009
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MySQL InnoDB performance tuning

In seinem Blog erklärt Yufei Zhu wie man auf einer T2000 MySQL’s InnoDB engine optimiert. Dieser Blog Eintrag wird durch einen ähnlichen Artikel im Sun Developers Networks ergänzt.

Written by ihsan in: Allgemein |
Feb
19
2009
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md5 Passwörter mit Solaris

Solaris unterstützt schon seit längerer Zeit md5 Passwörter, was aber aus Gründen der Kompatibilität nicht aktiv ist. Die Umstellung auf md5 Passwörter geschieht kurz und schmerzlos und ist absolut unproblematisch. Dazu muss in der /etc/security/policy.conf der Eintrag

CRYPT_DEFAULT=__unix__

auf

CRYPT_DEFAULT=md5

geändert werden. So mit sind alle von nun an neu gesetzten und geänderten Passwörter mit md5 verschlüsselt.

Bestehende Passwörter müssen nicht geändert werden, da durch den Eintrag

CRYPT_ALGORITHMS_ALLOW=1,2a,md5

der default Algorythmus immer noch erlaubt ist und so mit einen schmerzfreien Übergang erlaubt.

Nähere Informationen findet man im System Administration Guide.

Written by ihsan in: Solaris |
Feb
13
2009
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ZFS root mit Jumpstart

Seit Solaris 10 10/08 (Update 6) ist es möglich, ZFS auch für die root Partition zu benutzen. Dies ist natürlich auch mit Jumpstart möglich. Für das denkbar einfache Setup sind folgende Einträge im Profile notwendig:

install_type    initial_install
system_type     standalone
root_device     c0d0t0s0
pool            rpool auto 2g 2g rootdisk.s0
cluster         SUNWCXall

Erläuterung:
pool:
Damit gibt man an, dass man auf einen ZFS Pool instalieren möchte.
rpool: Name des ZFS Pools
auto: Die Diskgrösse wird automatisch ermittelt.
2g: Setzt die grösse des Swaps auf 2 GiB
2g: Grösse des Dump Device

Es ist möglich /var auf ein getrenntes Dataset zu legen. Es ist allerdings nicht möglich, andere Verzeichnisse auf  getrennte Datasets zu legen. Dazu ist folgender Eintrag notwendig:

install_type    initial_install
system_type     standalone
root_device     c0d0t0s0
pool            rpool auto 2g 2g rootdisk.s0
bootenv         installbe bename s10u6 dataset /var
cluster         SUNWCXall
cluster         SUNWCpmow delete
cluster         SUNWCpm delete

Erläuterung:
installbe: ändert die Einstellungen des default boot environments
bename s10u6: setzt den Namen des boot environments auf “s10u6″
dataset /var: extra Dataset für /var

Einen Mirror während der Installation zu erstellen geht mit dem Keyword “mirror” und anschliessend mit den Devices:

install_type    initial_install
system_type     standalone
root_device     c0d0t0s0
pool            rpool auto 2g 2g mirror c0t0d0s0 c0t1d0s0
bootenv         installbe bename s10u6 dataset /var
cluster         SUNWCXall
cluster         SUNWCpmow delete
cluster         SUNWCpm delete

Es ist auch möglich, anstatt dem Device auch den Wert jeweils auf “any” zu setzen. In so einem Fall würde Solaris dann einfach zwei Disks für den Mirror benutzen.

Written by ihsan in: Solaris |

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