Apr
21
2008
0

Sun veröffentlicht Solaris 10 5/08

Meine Arbeitskollegen haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass Sun vergangenen Donnerstag Solaris 10 5/08 veröffentlicht hat. Wie man dem What’s New Dokument entnehmen kann, hat es ein paar ganz interessante Änderungen gegeben. Neben SUNvts 7.0 dürfte die grösste Neuerung wohl das Drucken betreffen. Neu unterstützt Solaris auch die von Cups bekannten PostScript Printer Description (.ppd) Files und das Internet Printing Protocol. Als kleines Goodie hat Sun p7zip beigepackt, die 7zip Implementation für Unix. Interessant dürfte auch sein, dass MPxIO nun auch über den mpt Treiber für SAS Festplatten unsterstützt  wird.

Über diese beiden interessanten Neuerungen werde ich in den kommenden Tagen in einem getrennten Blog Eintrag berichten.

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Mrz
27
2008
3

Status der Netzwerkinterfaces

Bei älteren Solaris Versionen war es nicht möglich, auf eine einfache Weise den Status eines Netzwerkinterfaces zu überprüfen. Dies war nur mit ndd möglich, welches aber nicht unbedingt komfortabel zum Bedienen ist.

Solaris 10 bietet dazu dladm an, mit dem man das Interface komfortabel überprüfen kann:

root@marmara:~# dladm show-dev
e1000g0         link: up        speed: 100   Mbps       duplex: full
e1000g1         link: unknown   speed: 0     Mbps       duplex: unknown
e1000g2         link: up        speed: 100   Mbps       duplex: full
e1000g3         link: unknown   speed: 0     Mbps       duplex: unknown
Written by ihsan in: Solaris | Schlagwörter:,
Mrz
06
2008
1

Solaris Zone clonen

In Verbindung mit ZFS, kann man eine Solaris Zone schnell und komfortabel clonen. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn man mehrere identische Zonen auf dem System installieren muss. Im folgenden Beispiel wird die bereits installierte Zone am5 nach ps4 geclont.

Als erstes erstellen wir einen Snaphot der Zone mit ZFS. Dafür sollte die Zone ihr eigenes Filesystem haben und Zone sollte vor dem erstellen des Snapshots herunter gefahren werden.

root@orange2:~# zfs snapshot pool0/zones/am5@ReadyToClone

Von diesem Snapshot aus, kann das neue Filesystem gelcont werden.

root@orange2:/etc/zones# zfs clone pool0/zones/am5@ReadyToClone pool0/zones/ps4

Als nächstes wird das config File der Zone erstellt. Dafür wird das config File der Zone am4 kopiert. Die Files befinden sich im Verzeichnis /etc/zones.

root@orange2:/etc/zones# cp am5.xml ps4.xml

Das ps4.xml muss wie folgt geändert werden.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE zone PUBLIC "-//Sun Microsystems Inc//DTD Zones//EN" "file:///usr/share/lib/xml/dtd/zonecfg.dtd.1">
<!--
    DO NOT EDIT THIS FILE.  Use zonecfg(1M) instead.
-->
<zone name="ps4" zonepath="/zones/ps4" autoboot="true">
  <network address="192.168.48.153" physical="e1000g0"/>
</zone>

Danach muss man im File index, welches ebenfalls in /etc/zones ist, die neue Zone eingetragen werden.

am5:installed:/zones/am5:5c11a907-3b20-6e69-9b28-f4517f5a81bc
ps4:installed:/zones/ps4:5c11a907-3b20-6e69-9b28-f4517f5a81bc

Die ID der Zone kann dabei ebenfalls kopiert werden. Wer möchte, kann der neuen Zone auch eine neue ID geben, ist aber nicht notwendig.

Nachdem der Eintrag gemacht wurde, sollte die Zone Sichtbar sein.

root@orange2:/etc/zones# zoneadm list -cv
  ID NAME             STATUS     PATH                           BRAND    IP
   0 global           running    /                              native   shared
   1 am5              running    /zones/am5                     native   shared
   2 am4              running    /zones/am4                     native   shared
   - ps4              installed  /zones/ps4                     native   shared

Bevor man die Zone bootet, muss man im Verzeichnis /zones/ps5/root/etc in den Files hosts und nodename den Hostnamen entsprechen anpassen. Nach diesen Änderungen kann man die Zone gebootet werden.

Written by ihsan in: Solaris | Schlagwörter:, ,
Jan
07
2008
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Postfix Pakete mit SMF

Auf meiner Postfix Seite gibt es jetzt auch Postfix Pakete für Solaris mit SMF Unterstützung. Im Gegensatz zu den früheren Paketen haben die neuen Pakete nur Abhängigkeiten auf Pakete, welche mit Solaris mitgeliefert werden. Die Idee dahinter ist, dass man den mit Solaris mitgelieferten Sendmail ohne grössere Umstände ersetzen kann. Ich werde das Paket in naher Zukunft noch erweitern, damit man es auch von einem Jumpstart Server automatisiert installieren kann, ohne dass je ein Sendmail auf dem System installiert war.

# svcadm enable postfix
# svcs -x postfix
svc:/network/postfix:default (Postfix SMTP Server)
 State: online since Fri Jan 04 15:36:55 2008
   See: postfix(1)
   See: /var/svc/log/network-postfix:default.log
Impact: None.
# svcadm disable postfix
# svcs -x postfix
svc:/network/postfix:default (Postfix SMTP Server)
 State: disabled since Fri Jan 04 15:37:07 2008
Reason: Disabled by an administrator.
   See: http://sun.com/msg/SMF-8000-05
   See: postfix(1)
   See: /var/svc/log/network-postfix:default.log
Impact: This service is not running.

Die alten Pakete, welche mit OpenLDAP und SASL Unterstützung kompiliert wurden, sind weiterhin verfügbar, allerdings im Moment noch ohne SMF unterstützung. Die Pakete mit SMF Unterstützung dürften in den nächsten paar Tagen verfügbar sein, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich Zukunft auch Pakete für Solaris 8 und 9 anbieten werde.

Written by ihsan in: Solaris | Schlagwörter:, , ,
Dez
20
2007
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Solaris Zone mit separatem IP Stack

Bis an hin wurde der IP Stack einer Zone immer mit der globalen Zone geteilt, was, je nach Anwendungszweck, zu gewissen Problemen geführt hat. Beispielsweise ist es mit einem shared IP Stack das benutzen von snoop oder das betreiben eines NFS Servers innerhalb einer Zone nicht möglich. Seit Solaris 10 8/07 (Update 4) ist es nun möglich, dass eine Zone einen getrennten IP Stack hat, welcher nur von dieser Zone benutzt wird und nicht mit anderen Zonen geteilt wird.

Für einen exklusiven IP Stack muss man im Moment der Zone ein separates Interface zuweisen, welches einen GLD basierenden Treiber haben muss. Neuere Netzwerkkarten wie das bge oder die e1000g sind GLD basierend; ältere wie z.B. ce oder eri nicht. In zukünftigen Releases wird die ein Interface pro Zone Einschränkung wegfallen, da Sun im Moment an einer vNIC Implementation arbeitet.

Die Konfiguration ist denkbar einfach. Zu beachten ist nur, dass man mit zonecfg der Zone keine IP Adresse mehr zuweisen muss.

zonecfg:test0> set ip-type=exclusive
zonecfg:test0> add net
zonecfg:test0:net> set physical=e1000g1
zonecfg:test0:net> end

Beim ersten Booten der Zone wird man dann nach den gleichen Netzwerkeinstellungen gefragt wie bei einer regulären Solaris Instalaltion.

Wie man sehen kann, fühlt sich das so an, als wäre man in der globlen Zone:

# ifconfig -a
lo0: flags=2001000849<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST,IPv4,VIRTUAL> mtu 8232 index 1
        inet 127.0.0.1 netmask ff000000
e1000g1: flags=1000843<UP,BROADCAST,RUNNING,MULTICAST,IPv4> mtu 1500 index 2
        inet 172.16.192.140 netmask ffffff00 broadcast 172.16.192.255
        ether 0:c:29:a3:a5:7f

Das Interface e1000g1 ist unter der Kontrolle der lokalen Zone und wird mit ifconfig nicht in der globalen Zone angezeigt. Es wird ganz normal über die /etc/hostname.e1000g1 konfiguriert. Tools wie snoop funktionieren in der lokalen Zone, es können andere Routen als in der globalen Zone gesetzt werden und man kann endlich in einer Zone einen NFS Server betreiben.

Written by ihsan in: Solaris | Schlagwörter:,
Dez
12
2007
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ZFS als Cluster File System

Die ZFS Entwickler haben bis an hin immer wieder betont, dass es sich bei ZFS um ein single Host File System handle. In der ZFS FAQ bin ich nun auf folgendes gestossen:

In the long term, we plan on investigating ZFS as a native cluster file system to allow concurrent access. This work has not yet been scoped.

Ich denke, dass auf längere Sicht wird ZFS den Platz von UFS und Solaris LVM einnehmen und das Leben von Veritas schwer machen, da Sun weitere Enterprise Features in ZFS implementieren wird. Bald dürfte es vermutlich gar keine Gründe mehr geben, warum man die komplexe, schwer verständliche und überteuerte Kombination von VxFS und VxVM einsetzen sollte.

Written by ihsan in: Sun Microsystems | Schlagwörter:, , , , , , ,
Okt
19
2007
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VMware unterstützt offiziell Solaris

Dennis hat mich kürzlich darauf hingewiesen, dass VMware schon seit längerer Zeit auf sämtlichen Produkten Solaris offiziell unterstützt.

Written by ihsan in: Allgemein | Schlagwörter:, ,
Okt
15
2007
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ZFS remote replication

Ein Filesystem komplett auf ein neues System zu kopieren war bis jetzt immer mit Arbeit verbunden und es gab doch einige Stolpersteine. Mit ZFS geht das jetzt ganz einfach.

Als erstes erstellt man einen Snapshot vom Filesystem, dass man auf ein anderes System replizieren möchte.

# zfs snapshot foo/bar1@jetzt

Im ‘zfs list’ sieht dies dann so aus:

# zfs list
NAME                   USED  AVAIL  REFER  MOUNTPOINT
foo                   3.68G  87.4G    57K  /foo2
foo/bar1              3.68G  87.4G  3.68G  /foo2/bar1
foo/bar1@jetzt            0      -  3.68G  -
foo/bar2                98K  4.00G    49K  /foo2/bar2
foo/bar2/bla            49K  4.00G    49K  /foo2/bar2/bla
foo/bar3                49K  87.4G    49K  /foo2/bar3

Das Zielsystem:

# zfs list NAME                   USED  AVAIL  REFER  MOUNTPOINT
mirpool               2.40G  5.84G  2.40G  /mirpool
mirpool/fs2000        24.5K  5.84G  24.5K  /mirpool/fs2000
mirpool/home          76.5K  5.84G  27.5K  /export/zfs/home/
mirpool/home/user1    24.5K  5.84G  24.5K  /export/zfs/home//user1
mirpool/home/user2    24.5K  5.84G  24.5K  /export/zfs/home//user
rzpool                 127K  41.3G    49K  /rzpool

Mit ‘zfs send’ kann man anstatt einem Bandlaufwerk auch auf standart output schreiben. Dies kann man dann mittels ssh wieder auf dem entfernten System mit ‘zfs recv’ vom standart input lesen. Im folgenden Beispiel wird der Snapshot foo/bar1@jetzt nach mirpool/new transferiert.

# zfs send foo/bar1@jetzt | ssh 10.120.4.18 zfs recv mirpool/new

Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, erscheint das Filesystem auf dem Zielsystem als Snapshot.

# zfs list NAME                   USED  AVAIL  REFER  MOUNTPOINT
mirpool               2.40G  5.84G  1.60G  /mirpool
mirpool@halbi_zwei     820M      -  2.40G  -
mirpool/fs2000        24.5K  5.84G  24.5K  /mirpool/fs2000
mirpool/home          76.5K  5.84G  27.5K  /export/zfs/home/
mirpool/home/user1    24.5K  5.84G  24.5K  /export/zfs/home//user1
mirpool/home/user2    24.5K  5.84G  24.5K  /export/zfs/home//user2
mirpool/new           24.5K  5.84G  24.5K  /mirpool/new
mirpool/new@jetzt         0      -  24.5K
rzpool                 127K  41.3G    49K  /rzpool

Den Snapshot kann man mit ‘zfs rollback’ zurückspielen.

# zfs rollback mirpool/new@jetzt

Zum Abschluss kann man dann den Snapshot löschen:

# zfs destroy mirpool/new@jetzt

Wenn alles gut verlaufen ist, sollte man das neu importierte Filesystem sehen.

# zfs list NAME                   USED  AVAIL  REFER  MOUNTPOINT
mirpool               2.40G  5.84G  1.60G  /mirpool
mirpool@halbi_zwei     820M      -  2.40G  -
mirpool/fs2000        24.5K  5.84G  24.5K  /mirpool/fs2000
mirpool/home          76.5K  5.84G  27.5K  /export/zfs/home/
mirpool/home/user1    24.5K  5.84G  24.5K  /export/zfs/home//user1
mirpool/home/user2    24.5K  5.84G  24.5K  /export/zfs/home//user2
mirpool/new           24.5K  5.84G  24.5K  /mirpool/ne
rzpool                 127K  41.3G    49K  /rzpool
Written by ihsan in: Solaris | Schlagwörter:, , ,
Okt
11
2007
0

ZFS in action

ZFS in action auf YouTube.

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