25 Jahre innovative Produkte

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Sun Microsystems ist vergangenen Samstag 25 Jahre alt geworden. Happy Birthday!

Sun StorageTek 6140 / 6540

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Letzte Woche war ich in Bracknell (England) bei LSI Logic an einem Kurs an einem Kurs, in dem es um die Sun StorageTek 6140 und 6540 ging. LSI Logic hat diese Geräte entwickelt, vertreibt sie aber nicht selber. Hardware Hersteller wie Sun oder IBM vertreiben diese dann mit eigener Firware unter dem eigenen Namen.

Die 6140 und 6540, welche baugleich mit der IBM System Storage DS4000 series sind, sind wirklich beeindruckende Geräte. Sie bieten einen dual 4 GB fibre channel controller, erlauben bis zu 112 TB mit 224 Festplatten, Snapshots, RAID level Migration, gemischter Betrieb von FC und SATA Platten sowie richtiges Hardware XOR. RAID-6 wird ebenfalls unterstützt, ist aber nicht eingeschaltet. Hier dürfte noch die Firmware nachgeliefert werden. Wie auf den Webseiten des Storage Performance Council ersichtlich ist, bieten diese Geräte nun im Midrange Bereich eine Performance, welche bis vor kurzem nur in High-End Geräten verfügbar war.

Die Migration des RAID und das Mischen von FC und SATA Platten sind vermutlich die beeindruckensten Features. Das Array erlaubt das migrieren von RAID levels z.B. von RAID-1 auf RAID-5, sofern genügend Platten vorhanden sind. Dieser Vorgang funktioniert während dem laufenden Betrieb möglich, wegen der grossen Last auf dem Controller, ist allerdings die Performance sehr eingeschränkt.

Die FC und SATA Platten können gemischt werden. In jeden Slot kann wahlweise eine FC Platte oder eine SATA Platte eingeschoben werden. Allerdings ist es nicht empfehlenswert, im gleichen Volume FC und SATA Platten zu mischen, sofern man keine Migrationen macht.

Sun bietet zur konfiguration der Geräte den Common Array Manager. Jeder, der sich mit Sun Produkten auskennt, dürfte sich heimisch fühlen. Alternativ bietet Sun das von LSI entwickelte SANtricity an. Sun verkauft SANtricity, wer sich aber das Geld sparen möchte, kann bei IBM den IBM DS4000 Storage Manager für Solaris kostenlos beziehen. Es ist allerdings fraglich, wie lange das noch funktionieren wird, da diese Situation sicherlich nicht im Interesse von IBM und Sun ist.

Solaris komfortabel patchen

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Sun hat in den vergangenen Jahren immer wieder neue Methoden gezeigt, wie man ein Solaris System patchen kann, da der recommended patch cluster nicht alles Patches beinhalten kann, welche für ein System benötigt werden und seit Solaris 10 hat meine keine andere Wahl mehr, sich mit diesen Tool auseinander zu setzen.

Viele dieser Tools sind, trotz dem guten Ansatz, nicht tauglich für den Alltag. Die monströsen Java Programme, für die man teilweise X benötigt, sind völlig bloat und langsam. Dazu kommt noch, dass Patch Services von Sun alles andere als verfügbar und zuverlässig sind.

Die Proactive Services der Sun Schweiz bietet eine Patch CD/DVD an, auf der man einen speziell anhand der Explorer Daten erstellten Patch Cluster erhält. Das wäre ja eigentlich eine gute Idee, allerdings ist es mir nicht ganz ersichtlich, warum man als Kunde neben dem Sun Vertrag nochmals ein paar tausend Franken für eine Patch CD bezahlen soll, nur weil Sun kein funktionierendes Patch Tool zu verfügung stellen kann.

Auch Martin Paul von der Universität Wien dürfte sich über diese Situation aufgeregt haben, was ihn vermutlich dazu motiviert hat, PCA- Patch Check Advanced zu schreiben. PCA ist ein Perl basierendes Script, welches mit 1500 Zeilen wirklich klein ist. Es benötigt ausser Perl, was ohnehin mit der standart Solaris Installation dabei ist, wget, was ab Solaris 9 ebenfalls zum Lieferumfang gehört.

PCA ist ein Tool zur Patch Analyse und Installation, welches einen Text oder HTML Output erzeugen kann. Ferner kann es auch als Patch Server agieren, was insbesondere in grösseren Umgebungen praktisch ist. Es besticht nicht nur mit seinerGeschwindigkeit, sondern auch mit seiner einfachen Handhabung, was bei den Sun Tools wie smpatch nicht der Fall ist.

Wenn der SunSolve Account ebenfalls aktiv ist, kann man bereits loslegen: Nachdem man das Script auf das System kopiert hat, geht man in ein Verzeichnis, wo man die Patches haben möchte, am besten /var/tmp.

Die Liste mit den fehlenden Patches anzeigen (pca zeigt auch das alter und die Kategorie ([S]ecurity, [B]ad ) an:

root@newponit # pca -l

Download xref-file to /var/tmp/patchdiag.xref: done

Using /var/tmp/patchdiag.xref from Feb/13/07

Host: newponit (SunOS 5.10/Generic_118833-36/sparc/sun4u)Patch  IR   CR RSB Age Synopsis

------ -- - -- --- --- -------------------------------------------------------

117463 03 < 04 ---   8 SunOS 5.10: passwdutil Patch

118666 10 < 11 -S-   5 J2SE 5.0: update 11 patch (5.0u11)

118667 10 < 11 -S-   5 J2SE 5.0: update 11 patch (5.0u11), 64bit

118712 12 < 13 R--   1 SunOS 5.10: Sun XVR-100 Graphics Accelerator Patch

118815 04 < 05 R--   8 SunOS 5.10: awk nawk patch

118918 22 < 24 RS-   9 SunOS 5.10: Solaris Crypto Framework patch

119130 31 < 32 R--   9 SunOS 5.10: Sun Fibre Channel Device Drivers

119580 04 < 05 ---   5 SunOS 5.10: libcpc Patch

119703 07 < 08 ---   1 SunOS 5.10: Patch for localeadm issues

119998 -- < 02 -S-   5 SunOS 5.10: arp, ip, ipsecah drivers patch

120050 04 < 05 --B   7 SunOS 5.10: usermod patch

120068 01 < 02 -S-   1 SunOS 5.10: in.telnetd Patch

120222 14 < 15 ---   8 SunOS 5.10: Emulex-Sun LightPulse Fibre Channel Adapter driver

120473 01 < 02 ---   6 SunOS 5.10: nss_compat patch

120812 14 < 15 ---   5 OpenGL 1.5: OpenGL Patch for Solaris

120845 03 < 04 ---   8 SunOS 5.10: auditd patch

120986 08 < 10 ---   8 SunOS 5.10: mkfs and newfs patch

122130 02 < 03 ---   5 SunOS 5.10: Patch to update SUNWlocaledefsrc files

123186 01 < 02 RS-   9 SunOS 5.10: NIS yp utilities patch

123590 01 < 02 ---   3 SunOS 5.10: PostgresSQL patch

124149 02 < 03 ---   5 SunOS 5.10: Sun XVR-300 Graphics Accelerator Patch

124244 -- < 01 -S-   8 SunOS 5.10: /usr/bin/rm patch

124993 -- < 01 ---   9 SunOS 5.10: in.ndpd patch

124995 -- < 01 ---   9 SunOS 5.10: ehci driver patch

125014 -- < 02 ---   3 SunOS 5.10: IP filter patch

125016 -- < 01 ---   7 SunOS 5.10: audit and init patch

125024 -- < 01 ---   9 SunOS 5.10: basic audit reporting tool patch

125026 -- < 01 ---   9 SunOS 5.10: message queue patch

125040 -- < 01 ---   5 SunOS 5.10: /usr/lib/inet/in.mpathd patch

125073 -- < 01 ---   5 SunOS 5.10: vold patch

125075 -- < 01 ---   9 SunOS 5.10: svc-volfs patch

Danach kann man die Patches downloaden:

root@newponit # pca -d

Using /var/tmp/patchdiag.xref from Feb/13/07

Host: newponit (SunOS 5.10/Generic_118833-36/sparc/sun4u)Patch  IR   CR RSB Age Synopsis

------ -- - -- --- --- -------------------------------------------------------

117463 03 < 04 ---   8 SunOS 5.10: passwdutil Patch

Download 1/31: done

118666 10 < 11 -S-   5 J2SE 5.0: update 11 patch (5.0u11)

Download 2/31: done

118667 10 < 11 -S-   5 J2SE 5.0: update 11 patch (5.0u11), 64bit

Download 3/31: done

118712 12 < 13 R--   1 SunOS 5.10: Sun XVR-100 Graphics Accelerator Patch

Download 4/31: done

118815 04 < 05 R--   8 SunOS 5.10: awk nawk patch

Download 5/31: done

118918 22 < 24 RS-   9 SunOS 5.10: Solaris Crypto Framework patch

Download 6/31: done

119130 31 < 32 R--   9 SunOS 5.10: Sun Fibre Channel Device Drivers

Download 7/31: done

[...]

Und installieren:

root@newponit # pca -i

Using /var/tmp/patchdiag.xref from Feb/14/07

Host: newponit (SunOS 5.10/Generic_118833-36/sparc/sun4u)Patch  IR   CR RSB Age Synopsis

------ -- - -- --- --- -------------------------------------------------------

117463 03 < 04 ---   9 SunOS 5.10: passwdutil Patch

Download 1/33: skipped - file exists

Install  1/33: done - reboot

118666 10 < 11 -S-   6 J2SE 5.0: update 11 patch (5.0u11)

Download 2/33: skipped - file exists

Install  2/33: done

[...]

118667 10 < 11 -S-   6 J2SE 5.0: update 11 patch (5.0u11), 64bit

Download 3/33: skipped - file exists

Install  3/33:

125073 -- < 01 ---   6 SunOS 5.10: vold patch

Download 32/33: skipped - file exists

Install  32/33: done - reboot

125075 -- < 01 ---  10 SunOS 5.10: svc-volfs patch

Download 33/33: skipped - file exists

Install  33/33: done

Download Summary: 33 total, 0 successful, 32 skipped, 1 failed

Install Summary : 33 total, 32 successful, 0 skipped, 1 failed

Reboot required to complete patch process.

Anmerkung: Falls ein Patch sofort einen Reboot bzw. Reconfigure verlang, verweigert PCA die Installation weiterer Patches. Nach einem Reboot kann man weiter machen.

Nachdem man alle Patches installiert hat, muss man nur noch Rebooten und gut ist. Und das alles ohne Java und X. Meiner Meinung nach besteht bei Sun ein Handlungsbedarf, was die Entwicklung komfortabler und praxis tauglicher Tools angeht.

Blastwave’s pkg-get installieren

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Die Installation von Blastwave Paketen ist denkbar einfach, es verursacht aber Verwirrung, wenn man sich noch nicht mit Blastwave auskennt.

Im Gegensatz zu Sunfreeware, welches nur eine kleine Sammlung von Paketen ist, welche dazu noch lausig erstellt wurden, handelt es sich bei Blastwave um eine riesige Sammlung von OpenSource Software, welche einfach installiert werden kann.

Blastwave hat dabei folgende Ziele:

  • Die Pakete sind einfach zu installieren
  • Der User (in diesem Fall ist Herr root gemeint) soll sich nicht um Abhängigkeiten kümmern
  • Die Pakete sollen, sofern möglich, out-of-the-box laufen

Als erstes muss man von Blastwave das pkg-get Tool downloaden und installieren:

  • pkgadd -d pkg_get.pkg CSWpkgget

Damit wäre der erste Schritt getan. pkg-get ist ein Korn Shell Script, welches einfach gesagt ein Wrapper um wget, pkgadd und pkgrm ist.

ACHTUNG: Da mit Solaris 8 kein wget mitgeliefert wird, muss man zuerst das wget binary von Hand nach /tmp/wget kopieren.

Nachdem man pkg-get installiert hat, sollte man in der /opt/csw/etc/pkg-get.conf den Download Mirror ändern. Dabei sollte man die url Zeile am besten auf den Schweizer Mirror ändern:

  • url=ftp://mirror.switch.ch/mirror/csw/unstable

Man jetzt bereits Software installieren:

  • /opt/csw/bin/pkg-get install wget

pkg-get wird wget, mit allen Abhängigkeiteten, automatisch auf dem System installieren Man muss sich nicht mehr um irgendwelche abhängigkeiten kümmern, da diese automatisch durch pkg-get behandelt werden.

Das Updaten der Pakete ist ebenfalls denkbar einfach. Als erstes muss pkg-get den aktuellsten Software Katalog haben, damit es weiss was aktualisiert wurde und was nicht. Das passiert mit der Option -U. Danach kann man mit der Option -c einen Vergleich zwischen der installierten und verfügbaren Software machen. Mit der Option -u kann man den Upgrade Prozess starten:

  • pkg-get -U
  • pkg-get -c | /usr/xpg4/bin/grep -v -e Not -e SAME
  • pkg-get -u

Zum Abschluss einige wichtige Details:

  • Es wird alles, ausser den Init Scripten, unter /opt/csw installiert. Sunfreeware installiert alles unter /usr/local, was gemäss filesystem(5) falsch ist und nicht gemacht werden sollte
  • Alle Pakete haben den Prefix CSW; analog zu SUNW.
  • Es wird, sofern möglich, immer der Sun Compiler benutzt
  • Solaris 7 und älter wird nicht unterstützt
  • Da sun4m Maschinen EOSL sind, laufen nicht mehr alles Pakete unter sun4m