UTF-8 mit FreeBSD

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Während viele Linux Distributionen seit Jahren UTF-8 als default Zeichensatz haben, ist dies bei FreeBSD nicht der Fall. UTF-8 als default Zeichensatz macht durchaus Sinn und kann äusserst einfach eingeschaltet werden.

Die verfügbare Locale kann man sich wie folgt anzeigen lassen:

# locale-a

Für die Schweiz heisst die Locale de_CH.UTF-8. Diese muss nun in der /etc/login.conf im default Profil eingetragen werden.

:charset=UTF-8:\
:lang=de_CH.UTF-8:

Zum Abschluss muss die von System verwendete Daten aktuallisiert werden:

# cap_mkdb /etc/login.conf

pfSense mit Swisscom FTTH

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Wer zu den glücklichen zählt und bereits einen Glasanschluss von Swisscom zu Huase, dürfte von der Swisscom einen Centro Router (Update 30. Mai 2015: einen Internet Box Router) erhalten. Für die meisten Benutzer dürfte dieser Router vollkommen ausreichen. Möchte man jedoch die Möglichkeiten des FTTH Anschlusses voll ausschöpfen, bietet sich da pfSense an, eine auf FreeBSD basierende Firewall Distribution.

Um den Glas Anschluss überhaupt mit pfSense benutzen zu können, benötigt man einen Media Converter (1310 nm TX/1550 nm RX, Simplex Single Mode Fiber), wie beispielsweise den Planet FT-806A20, welchen man bei Techmania für gut 100 Fr. bekommt.

Zusätzlich zum Media Converter benötigt man ein Interface, welches VLAN Tagging beherrscht, wie z.B. die Intel 1000 Karten.

Hat man die Hardware zusammen, kann es zur Konfiguration gehen:Auf dem WAN Interface ein VLAN mit der ID 10 konfigurieren. Der Traffic nach draussen darf ausschliesslich nur über das VLAN ID 10 gehen.

Anschliessend muss die DHCP Option 60 korrekt gesetzt werden. Leider kann man mit der akutellen pfSense 2.1 Version diese Option nicht übers Webinterface setzen, weshalb diese Option manuell gesetzt werden muss. Hierfür editieren wir das File /etc/inc/interfaces.inc und suchen die Stelle, wo das dhclient.conf erstellt wird.

$dhclientconf .= <<<EOD
interface "{$wanif}" {
timeout 60;
retry 1;
select-timeout 0;
initial-interval 1

In die Interface Definition setzt man die DHCP Option:

send dhcp-class-identifier "100008,0001,,pfSense dhclient 2.1";

Und so sollte die Stelle dann aussehen

$dhclientconf .= <<<EOD
interface "{$wanif}" {
send dhcp-class-identifier "100008,0001,,pfSense dhclient 2.1";
timeout 60;
retry 1;
select-timeout 0;
initial-interval 1

Zum Abschluss muss die Firewall neu gestartet werden.
Wenn alles korrekt gemacht wurde, sollte nun die Option 60 korrekt gesendet werden.

Screenshot from 2013-10-15 141210

Anmerkung

  • Wenn man die NanoBSD Version verwendet, muss das / zuerst read/write gemountet werden. Wie das geht, ist hier beschrieben.
  • Schliesst man die pfSense direkt an den FTTH Anschluss und schickt DHCP Requests ohne die Option 60, wird der Anschluss für ca. 60 Minuten gesperrt.

 

Update (30. Mai 2015)

Um Gigabit Speed zu nutzen, benötigt man einen TP-Link MC220L Media-Converter, den man für für weniger als 30 Franken bekommt – siehe Toppreise.

Im Gegensatz zum weiter oben erwähnten 100 MBit Media Converter Planet FT-806A20, benötigt man beim TP-Link MC220L ein SFP Modul, welches man sich extra beschaffen muss. Wenn man von der Swisscom den Internet Box Router erhalten hat, kann man das mitgelieferte SFP Modul im TP-Link MC220L benutzen.

Falls man kein SFP Modul hat, muss man sich eines mit den oben genannten Spezifikationen beschaffen. Die Wellenlänge ist für 100 MBit und Gigabit die gleiche.

Für die Konfiguration von pfSense für Swisscom TV und 6rd für IPv6, hat TuxOne einen einen Beitrag in seinem in seinem Blog erstellt.

 

Update (5. September 2016)

Wer pfSense mit Swisscom TV benutzen möchte, sollte den pfSense Bug #6099 beachten: Demnach funktioniert der IGMP Proxy nicht mit VLAN interfaces. Für Swisscom TV müssen in diesem Fall dedizierte Interfaces benutzt werden.

 

Update (2. Oktober 2016)
Mit pfSense 2.3 muss man die dhclient.conf nicht mehr manuell anpassen. Die dhclient.conf kann nun in der Interfaces Konfiguration angepasst werden. Herzlichen Dank an Steven für den Hinweis.
pfsense-2-3-wan_options-02
Ich werde immer wieder gefragt, ob ich mit diesem Setup auch Swisscom TV benutzen konnte. Ja, dass geht. Mit der Anleitung von TuxOne geht dies problemlos – auch Live TV über Multicast. Man muss allerdings beachten, dass man aufgrund des Bugs #6099 den IGMP Proxy nicht auf VLAN Interfaces benutzen kann. Ich hatte pfSense in einer ESXi VM am Laufen und habe die VLANs auf dem Hypervisor gemacht. Wer physische Hardware verwendet, sollte dedizierte Interfaces verwenden.
Weiter sollte man beachten, dass man Switches benutzt, welche IGMP Snooping unterstützen. Wer 4k schauen möchte, sollte allerdings über Switches mit entsprechendem Durchsatz verwenden. Der weit verbreitete Netgear GS108Tv2 Switch ist für 4k zu schwach.

WeSunSolve.net geschlossen

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WeSunSolve.net, eine Seite welche SunSolve ähnelte um Solaris Patches zu suchen, musste diesen Monat aufgrund einer Anfrage Oracle seine Tore schliessen. Schade.

IPv6 Entwicklungsland Schweiz

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Heute fand der zweite von der Internet Societe organisierte World IPv6 Launch Day statt. Ziel dieser Veranstaltung ist es nicht nur IPv6 in einem grösseren Ausmass testen zu können, sondern auch darauf hinzuweisen, dass es langsam mit IPv4 Adressen knapp wird.
Während die bekannten Internet  wie Google, Yahoo, Akamai und Facebook an diesem Test teilnehmen, habe ich den heutigen Tag zum Anlass genommen, mir die Situation in der Schweiz anzusehen.

Angefangen habe ich mit den grössen der Schweizer Wirtschaft, den Unternehmen welche im Swiss Market Index gelistet sind:

ABB
Actelion
Adecco
Credit Suisse
Givaudan
Holcim
Julius Bär
Nestlé
Novartis
Richemont
Roche
SGS
Swatch Group
Swiss Re
Swisscom
Syngenta
Transocean
UBS
Zurich

Die Swisscom war heute als einziges SMI Unternehmen per IPv6 erreichbar.

Weiter ging es mit Internet Providern, Hostern und anderen Internet nahen Organisationen:

Sunrise
Orange
Cablecom
Init7
Quickline
Cyberlink
Solnet
VTX
Cyon
Hostpoint
Switch

Zum Schluss einige viel besuchte Schweizer Webseiten:

NZZ
20 Minuten
Tages Anzeiger
Le Matin
SBB
Bund
Migros
Coop

Gerade mal 4 Unternehmen bzw. Organisationen waren heute neben IPv4 auch mit IPv6 erreichbar. Dieses ernüchternde Resultat zeigt, dass es in der Schweiz IPv4 in vielen Unternehmungen nach wie vor keine hohe Priorität hat, obwohl die IANA keine IPv4 Adressen mehr zu vergeben hat.

Solaris HCL hat ein neues zu Hause

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Oracle hat im Zuge der Abschaltung der sun.com Domain der Hardware Compatibility Lists ein neues zu Hause gegeben und ist neu unter http://www.oracle.com/webfolder/technetwork/hcl/index.html erreichbar.

SAS/SATA Controller für Solaris

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Auf der Suche nach einem geeigneten SATA Controller für Solaris, bin auf einen ausgezeichneten Blog Eintrag von Marc Bevand gestossen.  Neben dem verwendeten Chipsatz, Host Interface, Treiber ist auch die ungefähre Port Performance aufgelistet.

checkinstall script did not complete successfully

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Patchadd kann in gewissen Fällen den Dienst verweigern:

Patch IDR145690-01 failed to install due to a failure produced by pkgadd.
See /var/sadm/patch/IDR145690-01/log for details
Patchadd is terminating
Patch IDR145690-01 failed to install due to a failure produced by pkgadd.
See /var/sadm/patch/IDR145690-01/log for details
Patchadd is terminating

Ein Blick ins Logfile zeigt, dass checkinstall fehlschlägt:

# cat /var/sadm/patch/IDR145690-01/log

This appears to be an attempt to install the same architecture and
version of a package which is already installed.  This installation
will attempt to overwrite this package.

/root/IDR145690-01/SUNWnfsckr/install/checkinstall: /root/IDR145690-01/SUNWnfsckr/install/checkinstall: cannot open
pkgadd: ERROR: checkinstall script did not complete successfully
Dryrun complete.
No changes were made to the system.
Dieser Fehler kann mit folgendem Eintrag in der /etc/passwd behoben werden:
install:x:0:1:installation user:/:/bin/true 
Anschliessend muss man als root das “pwconv” Utility laufen lassn.

Neues zu Hause für die Solaris 11

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Die Solaris 11 Dokumentation hat ein neues zu Hause erhalten und ist nun an folgendem Ort verfügbar:
http://download.oracle.com/docs/cd/E19963-01/index.html

getupdates.oracle.com

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Oracle hatte im vergangenen Monat angekündigt, dass SunSolve per 10. Dezember  abgeschaltet wird und in My Oracle Support, kurz MOS, integriert werden soll. Oracle stellt nun zu Testzwecken sämtliche Patches für die von Sun übernommenen Produkte nun unter getupdates.oracle.com zum Download bereit. Dies ist insbesondere für Tools wie pca oder andere third party Utilities notwendig.

Sofern man sich vorgängig registriert hat und über einen gültigen Service Vertrag mit Oracle verfügt, können sämtliche Patches welche in  der patchdiag.xref erwähnt werden bezogen werden.

Neu können die Patches und das patchdiag.xref File über folgende URLs bezogen werden:
https://getupdates.oracle.com/reports/patchdiag.xref
https://getupdates.oracle.com/all_unsigned/119254-76.zip

Oracle veröffentlicht Solaris 11 Express

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Vor einigen Wochen wurde der erste Solaris Release, einen Solaris 10 maintenance Release, von Oracle veröffentlicht.

Wie man aus den einschlägigen IT Medien entnehmen konnte, hat sich Oracle entschieden von Solaris Entwicklungsmodel von Sun nicht zu übernehmen und stattdessen wieder die Express Releases einzuführen, welche man bereits aus früheren Solaris Releases kennt.

Der lang ersehnte erste Express Release von Solaris 11 wurde nun diese Woche von Oracle veröffentlicht und ist kostenlos auf als Download verfügbar.

Das schier endlose What’s New Dokument zeigt deutlich, dass es Oracle mit seinen Versprechungen bezüglich der Solaris Entwicklung ernst meint und zeigt deutlich, in welche Richtung es dabei gehen soll.

Auf die neuen Features werde ich in den nächsten Wochen in weiteren Blog Einträgen näher eingehen.

Solaris 11 Express